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Gaël Faye


Jacaranda

Der französisch-ruandische Schriftsteller Gaël Faye setzt sich mit dem Genozid in Ruanda auseinander und fragt: Wie ist eine Zukunft möglich, wenn man unaussprechliches Leid erfahren hat?

Preis

24,00 €

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Inhalt

Milan ist ein ganz normaler Junge aus Versailles. Bis zu dem Tag, an dem Claude auftaucht, ein Verwandter seiner Mutter aus Ruanda. Als Claude wieder verschwindet, lässt Milan die Erinnerung an den kleinen „Bruder“ nicht mehr los. Warum hat die Mutter ihn nie erwähnt, warum kennt Milan Ruanda nur aus den Abendnachrichten? Erst als junger Mann reist er nach Kigali, freundet sich wieder mit Claude an und dem undurchsichtigen Sartre. Reise um Reise beginnt Milan das Familiengeheimnis aufzudecken und begreift, wie sehr Ruanda vom Völkermord an den Tutsi geprägt ist.

Für Sie ausgewählt für den Büchergilde-Weltempfänger!

Liebe Leserin, lieber Leser, als Leserin des Romans ging es mir so wie seinem Protagonisten: Ich wusste nur wenig von dem Völkermord an den Tutsi in Ruanda im Jahr 1994. Auch deshalb habe ich mich erwartungsvoll von dem jungen und älter werdenden Milan durch die Geschichte führen lassen und mit ihm zusammen von den tiefen Narben erfahren, die der Völkermord innerhalb der Gesellschaft und bei einzelnen Menschen hinterlassen hat. Es ist Gaël Fayes großes Verdienst, fast schon leichthändig vom Schweren zu erzählen. Dass Literatur tieferes Verständnis möglich macht und uns Ambivalenzen aushalten lässt, das zeigt dieser großartige Roman. Übrigens: Gaël Faye ist auch Rap-Musiker, hören Sie mal rein!

Corinna Santa Cruz
Lektorin und Kuratorin der Reihe Büchergilde Weltempfänger (in Kooperation mit Litprom Promoting Global Stories)

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Bibliografisches

Büchergilde Weltempfänger No. 20. Aus dem Französischen von Andrea Alvermann und Brigitte Große, Flexcover, Kopffarbschnitt, Lesebändchen, 272 Seiten, Einbandgestaltung von Cosima Schneider. Erscheint in Zusammenarbeit mit Litprom Promoting Global Stories

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Besonderheiten

  • Sprache trifft Schweigen: Ein berührender Roman über Erinnerung, Verlust und Versöhnung
  • Die Geschichte Ruandas nach dem Völkermord
  • Umschlagmotiv von einer Mauer in Kigali, Ruanda, von Street Artist Brave Tangz
  • Der Globus geht auf Sendung! Entdecken Sie mit der Reihe Büchergilde Weltempfänger Literatur aus Asien, Afrika, Lateinamerika und der arabischen Welt. Ausgewählt von der Büchergilde Gutenberg und Litprom Promoting Global Stories
NR 177226

Preis

24,00 €

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Rund ums Buch

Autor:innenportrait


Gaël Faye, geboren 1982 in Burundi, wuchs als Kind einer ruandischen Mutter und eines französischen Vaters auf. Als Sänger veröffentlichte er mehrere Alben, zuletzt Mauve Jacaranda. Für seinen ersten Roman, Kleines Land, erhielt Faye zahlreiche literarische Auszeichnungen und war für den Prix Goncourt nominiert. Für Jacaranda wurde er mit dem Prix Renaudot ausgezeichnet, der Roman stand viele Wochen auf der französischen Bestsellerliste. Gaël Faye lebt in Kigali und in Paris.

Produktdetails


ISBN
978-3-7632-7722-3
Erscheinungsdatum
12.3.2026
Seitenzahl
272
Größe
12,5 cm x 20,5 cm
Einbandart
Flexobroschur

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Presse

„‚Jacaranda‘ ist ein komplex strukturierter, die Lebenswege seiner Figuren subtil verknüpfender Roman. Reflektiert und pointiert beschreibt Gaël Faye die Aufbauanstrengungen einer jungen, traumatisierten Gesellschaft.“

- Sigrid Brinkmann, Deutschlandfunk „Büchermarkt“

„Es ist ein enorm vielschichtiges Buch, sehr differenziert, Augen öffnend, also lehrreich im besten Sinne.“

- Dirk Fuhrig, Deutschlandfunk Kultur „Lesart“

„‚Jacaranda‘ ist ein tiefgründiger, poetischer Roman, der die Nachwirkungen des Völkermords in Ruanda durch die Augen eines jungen Mannes erzählt, der seine familiären Wurzeln und die Geschichte seines Landes entdeckt.“

- Westdeutsche Zeitung

„Gaël Faye hat in ‚Jacaranda‘ Erlebnisse seiner eigenen Familie verarbeitet und sie in einen sehr berührenden, fesselnden Roman gegossen.“

- Eva Karnofsky, WDR „Westart“

„Viel Schmerz kommt zur Sprache, aber der Autor benennt den Horror, ohne pornografisch zu sein. Seine liebenswerten Figuren entwickelt er mit großer Empathie.“

- Philinie Sauvageot, SWR Kultur

„Faye vermag es, über kaum in Worte zu fassende Gewalt mit einer gewissen Lakonie zu schreiben, ohne dass der Eindruck entsteht, er wolle etwas verbergen oder beschönigen.“

- Lena Seauve, Frankfurter Allgemeine Zeitung