EXKLUSIV
Das deutsche Chanson, Band 2

156-seitiges Booklet, Digipack, 3 CDs, Laufzeit: 200 Minuten, ca. 70 Titel.

Artikelnummer:
290028

Erschienen:
2012

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Inhalt

Die hier annoncierte umfängliche Sammlung, die Geschichte(n) und Gegenwart des deutschen Chansons vertont, bringt auch die Zeitgeschichte des zurückliegenden Jahrhunderts zum Klingen. Und noch ein bisschen mehr. Das französische Mutterland des Chansons passiert ebenso Revue wie die zur Stilbildung beitragenden deutschen Traditionen von Moritat und Freiheitslied. Poetisches und politisches Welttheater in dreihundertmal drei Minuten: Die Sammlung bietet rund 300 Chansons auf 12 CDs.

 

Der Begriff „Deutsche Chansons“ taucht erstmals auf im Jahr 1901, als Überschrift einer von Otto Julius Bierbaum zusammengestellten Sammlung von Liedtexten. Es ist das Jahr, in dem in Deutschland mit der Gründung der ersten Kabaretts auch die Brettlkunst aus der Taufe gehoben wird. Von Anfang an dabei Frank Wedekind, dessen – nach einer wahren Begebenheit verfasstes – „Ich hab meine Tante geschlachtet“ zum Evergreen des deutschen Kabarettchansons wird. Damals findet das Chanson auch seinen Platz in den neuartigen Revuen und den modernen Operetten. Bei Fritzi Massary blitzt Erotik auf und die Musik dazu komponieren Victor Hollaender, Paul Lincke und Ralph Benatzky.


Nach dem Wegfall der kaiserlichen Zensur bricht in der Weimarer Republik die erste Blütezeit des deutschen Chansons an. Das Chanson spannt jetzt den Bogen von der politischen Zeitkritik bis zum glamourösen Amüsement. Es komponieren Victors Sohn Friedrich Hollaender, dazu Rudolf Nelson, Kurt Weill, und es texten Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht. Sängerinnen wie Yvette Guilbert prägen das Bild einer neuen selbstbewussten Frau.
Die Nationalsozialisten erklären das deutschsprachige Chanson teilweise als „entartet“, nach dem Zweiten Weltkrieg findet es zunächst nur im Kabarett eine Heimstatt. Mit der deutschen Teilung teilt sich auch der Weg des deutschen Chansons. In der DDR entsteht eine zunächst stark an Brecht angelehnte Chansonkultur mit Interpreten wie Gisela May, später folgen Manfred Krug oder Karl Wolfram.


Im bundesdeutschen Wirtschaftswunderland halten in den 1950er Jahren Hanne Wieder und Brigitte Mira das gehobene Unterhaltungslied in Ehren. Die 60er Jahre erleben dann eine Renaissance des deutschen Chansons, u.a. hervorgerufen durch die Erfolge der „Sünderin“ Hildegard Knef. Nach dem Jahr 2000 blühen die „Neuen Deutsche Chansons“ endgültig auf, angetrieben durch die Wiedervereinigung und die seit den 1980ern anwachsende Zahl an Kleinkunstbühnen. Es entsteht eine neue Generation des Gesangs. So etwa von Chanson-Radikalinski Rainald Grebe, Filigranchansonnier Sebastian Krämer oder von Tina Teubner. Die heutige Chanson-Szene reicht von den frechen Liedern der TV-Entertainerin Ina Müller über das süffisant-melancholische Männerduo Malediva bis zum aasigen Thomas Pigor. Tim Fischer und Max Raabe schwelgen im Chansonschlager der „Goldenen“ Zwanziger. Die alten Stars wie Klaus Hoffmann und Hannes Wader füllen weiterhin die Säle; und bei Reinhard Mey können die Hallen gar nicht groß genug sein, damit es nach Vorverkaufsbeginn nicht bald schon heißt „ausverkauft“.
Pro Quartal veröffentlichen die Büchergilde und Bear Family Records eine Box mit 3 CDs zu den verschiedenen Ären des deutschen Chansons und dessen Wurzeln. Umfangreiche, ansprechend gestaltete Begleithefte informieren unterhaltsam über die Lieder und ihre Hintergründe, ihre Verfasser und Interpreten.
In diesem zweiten Teil hören Sie die Stimmen der Goldenen Zwanziger bis in die Vierziger Jahre.

CD 4: Die goldenen Jahre, 1
CD 5: Die goldenen Jahre, 2
CD 6: In dunklen Zeiten

Tracklist

Die Ballade von Heinrich dem Achten

Track 1

Drunt' in der Lobau

Track 2

Die Welt ist klein geworden

Track 3

Immer auf und ab

Track 4

Abgeseh'n davon

Track 5

Der Trotzkopf

Track 6

Ich möcht' so gern ein Hahn sein

Track 7

Kinostar!

Track 8

Die Hauptsache ist

Track 9

Eine Weiße mit 'nem Himbeerschuß

Track 10

Mariechen Bindedraht

Track 11

Die Ballade vom semmelblonden Emil

Track 12

Ich freu' mich schon so auf die Liebe

Track 13

Ich brech' die Herzen der stolzesten Frau'n

Track 14

Kleine Frau von achtzehn Jahren

Track 15

Auf den Flügeln bunter Träume

Track 16

Heute Abend kommt Charly zu mir

Track 17

Kann die Liebe Sünde sein?

Track 18

Die Stadtbauarchitekten

Track 19

Lied eines jungen Wachtpostens

Track 20

Bei dir war es immer so schön

Track 21

Chinesisch Tee

Track 22

Einsamer Sonntag

Track 23

Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da

Track 24

Ich hab' eine Tante in Peking

Track 25

An allem sind die Juden schuld

Track 26

Track 27

Track 28

Track 29

Track 30

Track 31

Track 32

Track 33

Track 34

Track 35

Track 36

Track 37

Track 38

Track 39

Track 40

Track 41

Track 42

Track 43

Track 44

Track 45

Track 46

Track 47

Track 48

Track 49

Track 50

Track 51

Track 52

Track 53

Track 54

Track 55

Track 56

Track 57

Track 58

Track 59

Track 60

Track 61

Track 62

Track 63

Track 64

Track 65

Track 66

Track 67

Track 68

Track 69

Track 70

Track 71

Track 72

Track 73

Track 74

Track 75

Track 76

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