Digipack, 1 CD, MustHaveJazz / Membran.

Artikelnummer:
298762

Erschienen:
2017

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Inhalt

Ein Prophet hat es im eigenen Land angeblich nie besonders leicht. Das lässt sich auch am Beispiel von Volker Goetze gut erkennen. Der 45-jährige ist ein international gefeierter Trompeter und Komponist, geboren in Bergisch Gladbach, seit fünfzehn Jahren in New York zuhause, ein „Legal Alien“ in Trump-Land.

„Amanké Dionti“, sein zweites Duo-Album mit dem senegalesischen Kora-Virtuosen Ablaye Cissoko, war vor fünf Jahren ein Überraschungserfolg für das Label Motéma aus Harlem, New York: Top 20 in den offiziellen Albumcharts in Frankreich, von Kritikern in den USA oder England in höchsten Tönen gelobt, begeistert aufgenommen auf zahlreichen Festivals.

Dass Volker Goetze in Deutschland nach wie vor höchstens ein Geheimtipp ist, kann ihn nicht beirren. Lieber kümmert er sich mit seinem neuen Album „Bridges“ um eine noch konkretere, noch weitergreifende Verschmelzung westafrikanischer Traditionen und denen des Jazz.

Die Referenzen dieser einzigartigen Musik sind vielseitig: von Rhythmen, die ihren Weg aus Nigeria nach Kuba und weiter in die Welt gefunden haben, vom Funk-Jazz der Brecker Brothers über Grooves, die ihre Wurzeln im Soul der Siebziger haben, von vermeintlich simplen Blues aus dem Mississippi-Delta oder Tänzen aus Gambia bis zu, ebenso mutmaßlich vertrackten 7/8-Rhythmen.

Über allem steht die Improvisation, in deren Geist die Musiker aus drei Kontinenten – auch Ablaye Cissoko ist wieder dabei, dazu etwa Herbie Hancocks langjähriger Drummer Richie Barshay, Klarinettist Oran Etkin oder der estnische Pianist Kristjan Randalu, bekannt von seiner Arbeit mit Dhafer Youssef – in neue musikalische Abgründe springen. Dabei erweitern sie das Spielfeld der kreativen Improvisation und finden musikalische Brücken, oft über Tausende von Meilen.

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